Unfälle im innerbetrieblichen Transport und auf dem Weg zur Arbeit entstehen einerseits durch mangelnde Organisation und andererseits durch Unachtsamkeit des Fahrers. Als auf überlebenswichtige Sicherheit angewiesener Profi lässt Jutta Kleinschmidt beides nicht durchgehen. Bei einem Sprung mit dem Motorrad über eine Düne in der Sahara wäre ihr die laxe Auslegung einer Wegbeschreibung fast zum Verhängnis geworden. Anweisungen sind unbedingt zu beachten, ob bei der Rallye Paris-Dakar oder im täglichen Arbeitsleben, appellierte die Rennfahrerin an die Gäste im Kino des Museums. Einem Werksteam kehrte sie den Rücken, weil Mechaniker eingespart wurden. Die Organisation einer verlässlichen Wartung des Autos war nicht mehr gewährleistet, Unfälle drohten.
Zwölf Wegeunfälle im Zuständigkeitsbereich der BG RCI endeten 2009 tödlich. 4700 Arbeitsunfälle ereigneten sich im gleichen Zeitraum im innerbetrieblichen Transport und Verkehr. Und die Unfälle beim Fahren und Transportieren sind schwerwiegender als in anderen Bereichen, erläuterte Helmut Ehnes. Der Leiter der Prävention der BG RCI stellte die Schwerpunkte der Kampagne für die BG vor. So gehörten zum Thema sicheres Fahren und Geschwindigkeit eine vernünftige Zeitplanung und sinnvolle Verkehrslenkung im Betrieb. Sehen und gesehen werden erfordere Diskussionen über Systeme zum Ausgleich von Sichtbeeinträchtigungen und gute Beleuchtung. Wissensdefizite müssten beim Thema Ladungssicherung ausgeglichen und geeignete Zurrmittel eingesetzt werden. Die von Ehnes geforderte Ausrüstung aller Fahrzeuge mit Rückhaltesystemen und die konsequentere Nutzung von Sicherheitsgurten gehören zum vierten Schwerpunkt.











